Paddock // Report
2025-3: Oschersleben
Die nächste Hitzeschlacht im ADAC Pocketbike Cup stand an. Am Freitag hat es noch geregnet, aber mein Sonnentanz war zu gut. Der Samstag war heiß, heiß, heiß. Durch die abwechselnden [...]
Die nächste Hitzeschlacht im ADAC Pocketbike Cup stand an. Am Freitag hat es noch geregnet, aber mein Sonnentanz war zu gut. Der Samstag war heiß, heiß, heiß. Durch die abwechselnden Bedingungen am Freitag war nicht ganz klar, wo ich stehe. Ich konnte allerdings am Nachmittag die Zeiten des Vorjahres-Siegers fahren. Ich war guter Dinge dass es am Samstag bei trockenem, sonnigem Wetter noch besser laufen würde.
Schon am Samstag morgen war es warm. Die Sonne knallte auf die Strecke und ins Fahrerlager. Im Q1 schaffte ich eine Runde 41.7 Sekunden. Noch nie war ein Pocketbike so schnell in Oschersleben! Mein Papa war sich sicher, dass niemand aus dem Feld sonst unter 42 fahren könnte und so ließen wir Q2 aus, um bei der Hitze meine Kräfte zu sparen. Es war sehr komisch und ich war aufgeregt, weil ich unbedingt fahren wollte. Ich hatte Angst um meine Pole. Am Ende hat es aber tatsächlich in den kombinierten Zeiten für P1 gereicht. Nun war es wichtig, sich auszuruhen und die Nervosität in den Griff zu bekommen. Wir hatten am Morgen noch die Übersetzung verändert (länger), um mir auf der Geraden etwas mehr Geschwindigkeit zu erlauben. Für die Quali war das super, aber es rächte sich am Start. Ich kam schlecht weg und musste mich auf P4 einreihen. Über 5 Runden kämpfte ich mich nach vorne auf P1, und konnte mich immer leicht absetzen. Beim Überrunden hatte ich aber wenig Glück und verlor meinen knappen Vorsprung immer wieder. In der vorletzten Runde wurde ich von David überholt. Ich ärgerte mich sehr und pushte nochmal. Kam aber nicht an David vorbei. David hielt voll dagegen und pushte seinerseits bis ans Limit. Ich fuhr eine absolute Bestzeit von 41.2 Sekunden! In der vorletzten Kurve passierte es und David stürzte direkt vor mir. Ich musste voll auf die Bremse und ausweichen. Ich blieb zum Glück sitzen, aber da hing mir Bruno mächtig im Nacken. Ich bin in der letzten Kurve voll durchgezogen und konnte P1 mit 0.3 Sekunden Vorsprung retten.
Rennen 2 verlief ganz ähnlich, nur dass ich diesmal beim Start sogar auf P5 zurückfiel. Die lange Übersetzung war Mist am Start. 5 Runden blieb ich auf P5 und kam einfach nicht vorbei. Das Tempo war gut eine Sekunde unter meinem Niveau, aber ich kam nicht vorbei. In Runde 5 legte ich los und schaffte es bis Runde 9 (von 11) auf P1. Die erste freie Runde ohne „Dirty Air“ 😊 nutzte ich um eine 41.3 rauszupressen und mir so gut 1.5 Sekunden Vorsprung bis zum Ende rauszufahren. Wieder P1, wieder ein Doppel-Sieg. Ein Wahnsinnsgefühl!

