Paddock // Report

2026-6: Nervenstarke Vorstellung von Mika in Harsewinkel

Auf der anspruchsvollen Strecke mit ihren Bodenwellen und schnellen Mutkurven arbeitete sich Mika bereits am Freitag konstant nach vorne. Gemeinsam mit Papa testeten wir verschiedene Übersetzungen und so konnte sich [...]

Auf der anspruchsvollen Strecke mit ihren Bodenwellen und schnellen Mutkurven arbeitete sich Mika bereits am Freitag konstant nach vorne. Gemeinsam mit Papa testeten wir verschiedene Übersetzungen und so konnte sich Mika in jeder Session steigern.

Das spiegelte sich auch im Qualifying wider. Mit persönlicher Bestzeit fuhr Mika im Q1 auf Platz 3. Das Feld lag extrem eng zusammen – zwischen Rang drei und Rang neun lagen lediglich 0,8 Sekunden. Im zweiten Qualifying legte Mika noch einmal nach und verbesserte sich um eine weitere Zehntelsekunde. Mit einer starken Runde von 41,1 Sekunden verpasste er die erste Startreihe nur knapp und musste sich mit Startplatz 4 begnügen.

Das erste Rennen begann dramatisch. Von außen kommend erwischte Mika einen guten Start, wurde jedoch in der ersten Kurve in eine Kollision verwickelt und stürzte. Kurz darauf kam ein weiterer Fahrer in der gleichen Kurve zu Fall, dessen Motorrad Mika nur knapp verfehlte. Die Rennleitung brach das Rennen mit der Roten Flagge ab.

Für Mika begann nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Papa kam über die Strecke gerannt, rauf aufs Bike und unter Schmerzen und Tränen zurück in die Boxengasse geschoben in der Hoffnung wir können am Re-Start teilnehmen. Aufgeben war keine Option! Kaum waren die Tränen getrocknet, stand bereits die Quick-Start-Prozedur an.

Beim Neustart zeigte der junge Fahrer beeindruckende mentale Stärke. Er behauptete sich auf Platz vier und führte über die gesamte Renndistanz eine Dreiergruppe an. Mika machte keinen Fehler und verteidigte Rang vier bis ins Ziel – mit gerade einmal 0,2 Sekunden Vorsprung. Nach den Ereignissen zuvor war das eine echte mentale Meisterleistung.

Auch Rennen zwei begann vielversprechend. Mika setzte sich direkt auf Platz 3 fest und konnte gemeinsam mit einem Konkurrenten eine kleine Lücke zum Verfolgerfeld herausfahren. Es entwickelte sich ein spannender Zweikampf. Nach einem Block-Pass verlor Mika zunächst Rang 3, konterte jedoch sofort und holte sich die Position zurück. Wenige Runden später musste er den Platz erneut abgeben, blieb aber hartnäckig am Hinterrad seines Gegners.

Mit einer persönlichen Bestzeit von 40,9 Sekunden zeigte Mika eine unglaubliche Pace an diesem Wochenende. Trotz eines beherzten Schlussspurts ergab sich keine weitere Überholmöglichkeit mehr und er überquerte die Ziellinie erneut auf Platz 4.

Da vor Mika jeweils ein Gaststarter gewertet wurde, bedeuteten die beiden vierten Plätze gleichzeitig zweimal Rang 3 in der Meisterschaftswertung. Zwei Podiumsplatzierungen, persönliche Bestzeiten und eine beeindruckende kämpferische Leistung machten Harsewinkel für Mika zu einem vollen Erfolg. 🏁🏍️

Race Data

Rennstatistik

Qualifying 1
4 Platz
Rennen 1
4 Platz
Rennen 2
4 Platz
Schnellste Qualifyingrunde
41,1 Sekunden
Schnellste Rennrunde
40,9 Sekunden